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BeitragVerfasst: 5. Nov 2007, 06:24 
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Ich habe keine Lust auf Schuhmacher. Aber na und, wäre ich 11 Jahre jünger müsste ich gleich zur Schule. Auch nicht besser!

Ich habe das Gefühl, von Schuhmacher langsam weg zu müssen. Aufstiegschancen oder die Möglichkeit dort Karriere zu machen habe ich dort kaum. Ab und zu Büroarbeit, aber auch nur 6 Stunden am Tag. Chaos an den Sortierplätzen.
Ich drehe mich da im Kreis. Aber selbst wenn ich da weg will, geht das nicht so einfach. Erstmal müsste Hela bereit sein, mich auszutauschen. Oder auf eine Bewerbung müsste Antwort kommen.


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BeitragVerfasst: 7. Nov 2007, 06:30 
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Ich muss mein Wohlbefinden nicht von einer doofen Fabrik abhängig machen, dass ist mir Sonntag als kleine Erleuchtung gekommen, als ich durch den Park ging, wo ich im Sommer 2006 oft war.
Ich möchte außerhalb einen geeigneten Fußballverein finden und müsste auch anderweitig meine Freizeit verplanen.

Bei Schuhmacher sind „wir“ an den Sortierplätzen jetzt das „Team“. Das wird jetzt mit einer schönen Weihnachtsfeier versiegelt. Überlege manchmal ob ich mich an dem Abend nicht kurzfristig dünn machen soll, habe nicht wirklich Lust. Zuerst war der nächste Tag dafür verplant, aber da hätte ich Party mit meinen Freundinnen gehabt und wäre noch eher nicht gekommen.


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BeitragVerfasst: 9. Nov 2007, 06:27 
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Die Woche ist wieder um, das Wochenende steht vor der Türe.

Heute lasse ich die Vorfreude, vielleicht Claudine zu sehen, einfach weg.
Und ich versuche auch nicht kurz vor Feierabend hinzugehen.
Sie wird so und so nicht zu sehen sein.

Letzte Woche Freitag stand ich kurz vor Feierabend da alleine rum, während mein Herz wieder schnell schlug. Ich sah den langen Korridor mit den vielen Türen entlang und dachte, aus irgendeiner Tür müsste ja mal jemand kommen.
Aber ist doch egal ob jemand kommt, dachte ich, sie ist es ja eh nicht!


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BeitragVerfasst: 9. Nov 2007, 17:16 
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Freitagnachmittag und das ähnliche Gefühl wie letzte Woche. Ich werde wieder kurz vor Büroschluss da sein, eher kam ich heute nicht weg.
Ich sage jetzt nichts dazu.

Heute habe ich bei Schuhmacher mit Tim geredet. Ich könnte evtl. bald in seine Abteilung wechseln.
Ich habe auf Sortieren immer weniger Lust. Natürlich ist da das Risiko, dass ich bei Herr Müller und Herr Breuer nicht mehr ins Büro kann.
Aber für nur Unterlagen zu sortieren oder zu kopieren habe ich keine Ausbildung gemacht. Und dann das blöde Gekuddel der Leiharbeiterinnen mit den Meistern, dass ich mir nicht mehr anhören kann.

So richtig lange Zeit habe ich mich bei Schuhmacher so richtig wohl gefühlt. Kam mit so ziemlich allen gut aus, obwohl es hieß, Schuhmacher sei eine Mobbing-Bude. Weil ich nie in irgendeine Schusslinie geriet fühlte ich mich auch noch im Januar 2007 total sicher, nie mehr von Mobbing betroffen zu sein. Jedenfalls nicht bei Schuhmacher. Klar gab es den einen oder anderen Konflikt, aber nur kurz und dann war gut.
Aber dann kamen gleich zwei Dinge: erstmal im Februar 2007 der Umzug von Schuhmacher und Alket.
Ich saß mit Sandra im alten Werk in der leeren Halle und sortierte Hülsen, als aufeinmal die Tür aufging und die südländische Frau mit sicheren Schritten in den Raum kam, als würde sie sich in der Firma seit Ewigkeiten auskennen. Ich weiß es noch genau.

Und dann beging ich den Fehler, sie gegen ihr Fahrgeld im Auto mit zu nehmen.

Zuerst war sie auch sehr nett und ich fand sie ziemlich sympathisch, wenn ich auch für mich feststellte, dass sie nicht wirklich hell im Kopf ist. Aber ich denke mal, dass sie schon damals die Intrigen-Fäden langsam zu spinnen begann. Aus Neid, dass ich die Bürotussi bin und mich mit „ihrer Freundin“ Hela und noch anderen Mitarbeitern von Pro Work gut verstehe.
Langsam abwärts ging es so ab März und April und dann so richtig ab Mai. Sie versteht es, andere Menschen auf ihre Seite zu ziehen…

Puhh, nun muss ich langsam los. Habe eigentlich keine Lust, möchte weiter schreiben.


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BeitragVerfasst: 10. Nov 2007, 12:49 
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Ich habe letzte Nacht sehr schlecht geschlafen. Wegen Claudine. Bin sicher, dass sie jetzt wirklich nicht mehr sehen werde. Vielleicht ist das nicht mal so schlecht.

Gestern habe ich nach langer Zeit Irene wieder gesehen. Sie stand hinter der Theke. Ich habe nur höflich gegrüßt, nichts weiter. Dann kamen diesesmal viele Leute aus den vielen Türen. Aber natürlich nicht Claudine. Sie arbeitet bei Pro Work, aber wenn sie irgendwo in einem Büro sitzt, und nie rauskommt, kann ich sie natürlich nicht sehen. Nach 10 Minuten war Büroschluss, in dieser Zeit stellte ich mich unter die Markise eines Wäschegeschäftes unter. Es regnete in Strömen. Ich hatte wieder das Gefühl, dass die Auszubildende mich beobachtet. Ich lugte um die Ecke zur Post rüber. Da sah ich ihre bunten Hosenbeine übereinander geschlagen hinter dem Mauervorsprung. Irgendwann gab es Stimmengewirr. Ich sah wieder nach links und sah Claudine in der Dunkelheit in meine Richtung kommen. Da erhob ich mich und verschwand langsam um die Ecke. Weiß auch nicht, warum ich das gemacht habe.


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BeitragVerfasst: 11. Nov 2007, 21:26 
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Heute war ich wieder in Heinsberg und seit ich auf dem Rückweg bin, habe ich den richtigen Wunsch, mal richtig zu heulen. Ob es gut ist, sich mal auszuheulen? Aber genau das kann ich nicht. Ich weine nie! Ich kann einfach nicht weinen. Geht es mir dreckig, dann leide ich stumm oder ich bin ziemlich aggressiv. Aber Tränen kommen bei nur ganz selten.

Doch, jetzt kamen gerade die Tränen! Ich habe die CD „Synthesizer Volume 3“ reingetan und höre sie seit ich nachhause gekommen bin. Soll Weltall-Musik aus dem Planetarium sein, für mich hört sie sich an wie Weltuntergangsmusik. Eben habe ich das Lied von den Vangelis reingetan und da endlich kamen die Tränen. Ich habe einfach drauflos geheult wie ein Baby und es tat richtig gut, als hätte ich eine Schleuse geöffnet. Ich weine laut und schäme mich nicht dafür, mich kann hier auch niemand hören.
Viel eher würden sich die Nachbarn über diese Musik beschweren.

Mir hängt es bei Schuhmacher einfach zum Hals raus, was seit April Sache ist. Wer weiß wie lange warte ich jetzt darauf, dass ich mich wieder so wohl fühlen kann wie früher. Aber seit Alket kam ist es versalzen und nehmen wir mal an, sie würde wirklich irgendwann rausfliegen, ist es eh zu spät. Ich habe in unserer Abteilung nun mal den Ruf der „Bürotussi“. Und die Stimmung wechselt dort manchmal fast von einem Tag auf den anderen. Heute z. B. haben alle Wut auf Alket, weil sie mal wieder faul war und den anderen Arbeit gelassen hat. Morgen sind alle wieder ihr guter Kumpel. Zwar ist es oft ein Fehler sich aus allem rauszuhalten, aber genau das tu ich und nach etwas anderem ist mir nicht der Sinn.
Ich habe gerade eine coole Aufgabe bekommen, das ist gut. Aber nun steht die bescheuerte Weihnachtsfeier jetzt noch an. Welchen Sinn das haben soll, frage ich mich. Im Prinzip sind wir ja keine wirkliche Gruppe, aber es ist nun mal so, Weihnachtsfeier!

Und es frustriert mich oft, wenn ich mir eine Lösung überlege aber mich nur im Kreis drehe mit meinen Gedanken. Vielleicht sollte ich akzeptieren, dass dies mein Arbeitsplatz dort bleiben wird. Denn ich glaube nicht, dass Tim mich zu sich holen wird.

Und in letzter Zeit scheint es mir auch noch häufig so, als würde jede Lösung die ich bei Schuhmacher finde, um mich dort wohler zu fühlen, ein morsches Seil sein. Denn habe ich nach dem Seil gegriffen, reisst es einfach durch.
z. B. ich soll Monika vertreten und bin erstmal raus aus meiner Sortier-Abteilung. Aber denkste. Ich muss auf Dieter warten, der den Schlüssel für das Büro hat. Aber leider kann er erst später kommen. Also lande ich doch wieder in meiner Abteilung.
Oder ich eigentlich bei Herr Müller im Büro arbeiten. Aber da gibt es plötzlich so viel zu sortieren, dass es erstmal platzt.
Oder der Schlüssel zu Herr Müllers Büro ist von der Pforte verschwunden, dass ich gar nicht ins Büro hinein kann.

Ich sehe es schon kommen, dass Tim und ich aus irgendeinem Grund Krach bekommen diese Woche und ich die andere Abteilung abschminken kann.


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BeitragVerfasst: 14. Nov 2007, 21:58 
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Eigentlich geht es mir gut. Es lief diese Woche bis jetzt gut. Aber wie gesagt, Tim holt mich noch nicht zu sich. Ich habe mir das schon gleich gedacht.

Die Weihnachtsfeier Freitag ist geplatzt. Der Meister hatte keine Lust. Aber dafür ist Samstag in irgendeiner Disse mitten in der Pampa was. Aber Samstag bin ich schon mit meinen Freundinnen verabredet. Ich habe eben in einer Email gelesen, dass auch jemand dabei sein soll, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Steffi, eine Butch, die mich irgendwie anzieht. Ich glaube Claudine ist auch eine Butch.


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BeitragVerfasst: 15. Nov 2007, 17:20 
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Letzte Nacht habe ich wieder so schlecht geschlafen, obwohl ich gestern noch süße Gedanken hatte.
Ich träumte, ich hätte in Heinsberg wieder Streit mit meiner Oma gehabt. (Ist jetzt lange nicht mehr vorgekommen). Ich wäre darauf rausgerannt und in mein Auto gestiegen und weg. Bin im Traum dann nach Schuhmacher gefahren und hatte gleich den Wunsch mir wieder eine Zigarette anzustecken. Ich wollte zum Aufenthaltsraum durch, doch ich kam nicht vorwärts. Überall Öl. Bis zu den Knöcheln teilweise. Dann tauchte Hela Rodriguez aus einer Halle auf. Wir sahen uns kurz an, doch dann stolperte sie und fiel ins Öl rein, dann war sie weg. Meine Beine waren lahm, dass ich nicht vorwärts kam.
Dreckig kam ich im Aufenthaltsraum an. Alles war irgendwie so anders. Ich klaute mir eine Zigarette vom Tisch runter und inhalierte. Wegen dem Streit war ich noch so aufgebracht….

Der Traum war so echt. Es kam mir noch alles so echt vor, als ich längst wieder aufgewacht war.

Und heute morgen fühlte ich mich schon gerädert. Als ich bei Schuhmacher im Büro saß hatte ich so ein Gefühl, als würde etwas passieren. Meine Hände kribbelten sehr merkwürdig.

Melanie hatte verpennt und ich erfuhr von der vorlauten Iris, sie würde von Frau Schirks von Pro Work gebracht werden. Irene! Ich sah ein paar mal aus dem Fenster, doch von Irene sah ich nichts.
Ich hatte es fast wieder vergessen und gönnte mir für zwischendurch kurze Gedanken an Claudine.
Irgendwann platzte wieder Iris rein und fragte mich, ob ich eine Hausmann bei Pro Work kennen würde. „Nö, nicht dass ich wüsste!“ antwortete ich und dann kams: „Sie ist neu, Frau Rodriguez soll ja aufgehört haben, da sie krank war!“
„Wass?“ ist mir nur rausgerutscht! Ich sah auf die Dauer-Lutscher vor Iris und fragte mich von was mir nun schlechter sein würde, von der Hiobsbotschaft oder von ekligen Lollis.
Angeblich hat Irene Melanie gefahren, weil die Rodriguez nicht mehr da ist.

Also ist Hela weg, wenn das stimmt. Ich war richtig betäubt danach und wollte im ersten Moment direkt bei Pro Work anrufen, ob das stimmt. Konnte mich dann abhalten. Mir stiegen die Tränen vor Aufregung hoch und übel war mir immer noch.
Ich hatte richtig Mühe, nicht zu kotzen. Wollte gerne mit jemanden darüber reden, aber ich tat weiterhin so, als sei alles in Ordnung, zeigte nicht, dass es mir schlecht ging.

Ich überlege gerade, ob ich zu Pro Work hingehen soll, heute, und fragen, aber dann denken die auch, ich hätte einen an der Waffel, zumal ich morgen ja auch dort bin.

Ich glaube immer noch, dass es nur ein schlechter Traum ist. Kommt mir auch so unwirklich vor, wie ein Traum.
Ist Hela wirklich weg, könnte es doch Einfluss auf mein Arbeitsleben haben. Und entweder wird die so genannte Hausmann meine Disponentin oder es wird, worst case, Irene!


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BeitragVerfasst: 15. Nov 2007, 19:42 
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Ich bin darunter gegangen, aber nicht bei Pro Work rein. Es war fünf Uhr und so habe ich auch Claudine da auf der Straße rumlaufen sehen. Aber ich habe mich nicht sehen lassen. Wenn sie nicht mit mir geredet hätte oder so, dass hätte mir nicht gut getan.
Vielleicht wäre es ja so gewesen. Vielleicht würde sie nicht mit mir reden.

Aber so scharf sah sie wieder aus. Sie ist eine Butch oder zumindest sieht sie so aus.


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BeitragVerfasst: 16. Nov 2007, 16:51 
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Die Schleimerbande, also meine „Kolleginnen“ sind jetzt gerade bei Pro Work, Alkets Geburtstagskuchen dort hinbringen. Anschließend ein Besuch beim Sex-Shop. Wurde heute im Büro bei Schuhmacher abgeklärt. „Also bis heute Nachmittag Alket, Eveli, kommst du auch mit?“ „Nein!“ lächelte ich.

So sehr es mich im Frühjahr 2007 gewurmt hat, dass sie mit mir nicht reden wollen, noch weniger möchte ich jetzt mit ihnen zu tun haben. Sabine ist ja nicht mehr da, aber dafür die vorlaute Iris, die jetzt Alkets Bodyguard markiert. Sie rennen mir plötzlich hinterher, genau wie es Sabine kurz vor ihrem Abgang gemacht hat.
Es ist nicht zu fassen, was in der Abteilung los ist. Ich hoffe es eskaliert bald.

Gerade müssten sie alle mit Claudine, Anja und Co zusammen hocken und Kuchen futtern. Ich gönne mir hier ein leckeres Butterbrot ohne Bazillen oder sonst was.

Gleich gehe ich runter, dann werde ich erfahren, ob das mit Hela stimmt.
Ich habe Dana gestern kurz gesehen und ihr das gesagt, sie war geschockt. Auch sie kennt Hela. Und dann weinte ich doch, das zweite mal in diesem Jahr. Und kurz darauf waren die Tränen versiegt.

Ich müsste mich so langsam mal fertig machen.


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BeitragVerfasst: 16. Nov 2007, 22:24 
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Ich hoffe ich werde gleich Spaß bei der Party haben. Mein Nachbar hat mich zu sich eingeladen für heute.

Ich weiß auch nicht, ich war den ganzen Tag wieder so angespannt gewesen. Heute ganz früh ging es mir noch gut. Als ich noch ganz allein im Büro war überrollten mich wieder so zärtliche Gefühle zu Claudine. Es tat gut, aber qualvoll war es auch, denn ich war leider auf der Arbeit und nicht zuhause.
Nur im Laufe des späten Vormittags wurde ich immer angespannter. Mir tat es gut, dass einige nette Kolleginnen von der Nachbarabteilung ins Büro kamen um mit mir zu sprechen. Aber trotzdem, ich war froh als Feierabend war und man mir meine innere Unrast nicht mehr ansehen konnte.

Als ich wieder ziemlich spät zu Pro Work kam, war da heilloses Chaos. Diese eine neue flatterte wie ein Vögelchen durch die Gegend, Anja hetzte nervös herum und Claudine hatte Küchendienst. Sie räumte im Besprechungszimmer das Geschirr ab und musste offenbar auch spülen. Ich dachte erst, die Stimme von Alket gehört zu haben und dachte, die Tussis würden noch da sitzen, aber dann sah ich, dass dort nur ein paar fremde Leute saßen.
Die Neue hatte dann irgendwann meinen Stundenzettel genommen und als ich noch was fragen wollte war sie schon wieder aufgesprungen.
Irgendwann kam Claudine an und stellte sich zu mir und fragte, ob ich noch was brauche. Ich sah in ihr gestresstes Gesicht und fragte dann ob es stimmt, dass die Rodriguez gekündigt hat. „Jaahh“ sagte Claudine und sah mich ernst an. Also doch. Ich hielt mich an der Theke fest weil meine Knie weich wurden. Scheiße! „Wer ist denn jetzt für mich zuständig!“ „Frau Schirks!“ Worst case. „Möchtest du sie noch sprechen?“ fragte Claudine noch nach.
„Ja, warum nicht!“ hörte ich mich sagen.
„Musst noch einen Moment warten!“ sagte sie und ging Irene Bescheid sagen.

Ich schleppte mich zum Stuhl rüber und mir fiel ein, dass ich genau hier gesessen hatte, als Irene mich so verträumt angesehen hatte im Januar 07.
„Ich bin richtig aufgeregt, weißt du!“ sagte ich zu Claudine und sie „brauchst du nicht, die Schirks ist genauso nett!“ sie hatte das missverstanden.

Der ganze Pröddel im Frühjahr 2007 und nun sollte sie, Irene, meine Chefin werden. Irgendwann sagte Claudine dann ich könne jetzt durchgehen.
Ich saß sehr lange bei Irene und es war nicht übel. Ich stellte mich nun noch einmal auf beruflicher Basis vor und trug noch ein paar Sachen vor, die ich noch gerne klären wollte. „Klar können wir machen!“ sagte Irene. Irgendwie hatte ich das Gefühl, mit ihr besser reden zu können als wie mit der Hela. Ich soll Irene auch noch eine Bewerbungsmappe vorbeibringen, dann möchte sie mal sehen, ob sie mich in einem Bürojob unterbringen kann. Wahrscheinlich wird aber jetzt noch mal eine andere Dame für mich zuständig sein, bei der muss ich mich dann noch mal vorstellen.

Jetzt muss ich mich doch für die Party fertig machen, hoffentlich macht es ein bisschen Spaß.


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BeitragVerfasst: 17. Nov 2007, 21:24 
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Dieser Tag ist einfach so dahingeplätschert, war weder schlecht noch gut. Aber tief und fest geschlafen hatte ich letzte Nacht, nachdem ich von Bowle total betrunken war.

Heute hatte ich Depressionen. Bis zum frühen Nachmittag. Und irgendwie glaube ich, dass ich lieber Irene als Chefin haben möchte als eine andere Disponentin. Vielleicht irgendwer, der mir da in der momentanen Lage bei Schuhmacher helfen könnte und mir wirklich einen Bürojob vermittelt.

Wer auf der heutigen Szene-Party alles dabei sein wird? Auf keinen Fall Claudine. Das Glück habe ich niemals. Vielleicht ist diese Steffi da, von der ich mich etwas angezogen fühle.


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BeitragVerfasst: 22. Nov 2007, 06:33 
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Tja, jetzt habe ich praktisch zwei Chefinnen bei Pro Work. Diese H. und Irene.

Ich habe gestern Abend meine Urlaubsbilder nochmal aufgestockt und jetzt fiel mir gerade ein, dass die Stewardess auf dem Hinflug sehr wie Irene aussah.

Am Montag habe ich nur noch Bahnhof verstanden, als ich bei Schuhmacher im Büro saß. Alle Mädels sagten mir, die I. Schirks sei jetzt ihre Chefin. Ich fragte Alket, ob sie mit Irene gesprochen hätte und sie nickte überzeugt.
Was sollte das, ob Irene mich abschieben wollte. Ich beschloss bei Pro Work anzurufen.
Es dauerte lange bis einer der Meister mal den Hintern anhob damit ich in Ruhe allein telefonieren konnte. Hatte die neue am Apparat und sie sagte, die Schirks würde jetzt alles schmeißen, aber speziell für Schuhmacher sei die Hausmann da. Nicht nur für mich, für alle.
Da war ich doch erleichtert.


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BeitragVerfasst: 24. Nov 2007, 13:16 
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So, Hela Rodriguez ist weg, sie ist nicht mehr meine Chefin. Jetzt weiß ich es seit über einer Woche. Gestern habe ich mich auch bei der Hausm. vorgestellt und Irene den Lebenslauf reingereicht. Irene war nicht gut zu sprechen, hatte das ganze Gesicht voller Pusteln und ich konnte mir denken, warum. Aber das Gespräch mit der H. war auch nicht so schlecht. Ich habe auch bei ihr direkt meine Wünsche angesprochen und wenn die H. wirklich so ist wie sie mir auf den ersten Blick erschien, hat Hela Rodriguez einige Lücken gehabt.

Als ich gestern bei Pro Work reinkam, knallte ich fast mit Claudine zusammen, die aus einem Büro kam und zur Theke ging. Es war fast eine Qual, ihren starken Körper dicht vor mir zu sehen und ich war froh, als sie hinter die Theke ging.
Die H. war direkt schon da vorne und wir gingen gemeinsam durch den langen Gang in ihr Büro durch. Als unser Gespräch beendet war, führte sie mich zu Irenes Büro durch. Wir gingen nebeneinander aber wir mussten an Claudine vorbei, die dort am Schrank rumkramte. Ich machte mich dünn, wollte sie nicht berühren weil sie mich so schon einfach verrückt machte. Schon als ich sie an der Theke gesehen hatte, hätte ich am liebsten meine Hand nach ihrem breiten Rücken ausgestreckt.
Das mit Irene war komisch. Sie sagte kurz Hallo als wir in den Raum kamen und stellte ihre Wasserflasche weg. Hätte sie nicht dicken Lippenstift drauf gehabt, wäre sie kaum von der Wand zu unterscheiden gewesen.
Ich reichte ihr meinen Lebenslauf und ließ mir von ihr eine Visitenkarte geben und dann ging ich. Claudine stand immer noch da. Tschüss, rief ich und strich ihr mit den Fingerspitzen über den Oberarm. Ich konnte nicht anders. Ihre Haut war fest.
Als ich mich am Ausgang noch mal umdrehte stand sie mit der H. zusammen.

Ich möchte gleich mit Dana nach Belgien fahren. Sie hat Kopfschmerzen.
Und ich denke zu viel an das Verlangen zu Claudine. Habe auch etwas Kopfweh deswegen und wenig Hunger. Dann muss ich sie eben irgendwie ansprechen oder die Gedanken verbieten. Aber jammern ist auf jedenfall der falsche Mittelweg.


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BeitragVerfasst: 25. Nov 2007, 13:18 
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Ich war gestern mit Dana in Belgien.

Hier ist das 3-Ländereck, wo Deutschland, Holland und Belgien aufeinandertreffen. Da an dem Monoment, an dem ich stehe.

Bild

blauer Boden ist Deutschland, hellrot Niederlande und dunkelrot Belgien.

Bild

Drumherum ist eine kleine Vergnügungsmeile aufgebaut. Ein kleines Labyrinth, ein Aussichtsturm und typisch für solche Punkte der Erde, Souvenierläden.
Wie in Afrika, wenn man sich der Äquatorlinie nähert.

Zuerst sind Dana und ich nach Aachen gefahren, dort über die holl. Grenze nach Vaals und von dort aus auf dem Berg zum Dreiländerpunkt. Dort ist auch die höchste STelle Hollands. Von da aus durch Belgien nach Hauset zu einem Delikatessengeschäft und einem riesigem Möbelhaus.


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