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 Betreff des Beitrags: Re: Rückblick und Gegenwart
BeitragVerfasst: 1. Mär 2016, 18:58 
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Vorhin hat mal wieder das Internet nicht funktioniert, also jetzt.

Sagen wir abschließen mal so: mit der Ausbildung wollte ich meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern und habe nur das Gegenteil erreicht. Ich habe mir damit den Antrag auf Arbeitslosigkeit gestellt.
Und auf eine Odysse mit der Zeitarbeit. Hätte ich das doch gleich gemacht, statt so viel Zeit zu verschenken.

Bin nicht fit heute. Würde mir am liebsten die Decke über den Kopf ziehen. Aber es gibt noch viel zu erledigen. Ich muss gleich los, um meine Bewerbungsunterlagen in Ordnung zu bringen. Da komme ich halt nicht drumherum.

Immer wieder denke ich: was ist, wenn sich wirklich mal ein Kind ankündigt? Ich werde evtl. bald pflegebedürftige Angehörige haben.
Mein Freund und ich müssten beide weiterarbeiten, damit es reicht. Und ich würde mein Kind lieber selbst betreuen, und nicht einer Tagesmutter überlassen.
Mein Kind soll eine schöne Kindheit haben, es kann sich nicht aussuchen, wohin es geboren wird. Konnte ich mir auch nicht.
Aber einen Abbruch könnte ich auch niemals über mich ergehen lassen.

Meine Familie liegt mir immer wieder in den Ohren, wir beide sollen ja „aufpassen“. Und wenn „es“ mal passiert, soll ich Bescheid sagen, wir würden nach Holland fahren.
Andere hingegen sprechen uns immer wieder darauf an, wann ich endlich schwanger werde.

Wie sicher sind diese Ss-Tests? Habe gehört, nicht so sehr. Gehe ich im April zum Frauenarzt und fertig. Dann wird sich ja rausstellen, ob nicht doch ein blinder Passagier mitfährt. Und im April wäre es ohnehin zu spät, dass mir noch irgendjemand reinreden kann.
Abbruch? Nein!


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 Betreff des Beitrags: Re: Rückblick und Gegenwart
BeitragVerfasst: 1. Mär 2016, 19:29 
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Bin ich ja froh, dass das Internet wieder läuft. Ich komme hier ja mal öfter nicht rein.

Zurück aus der Stadt. Ich war noch in der Bücherei und habe mir einen Bewerbungsratgeber geholt.

Paradoxerweise, ich bin zurück in meiner Traumfirma, habe einen Festvertrag und gerade jetzt kitzelt es mich in den Fingern, mich noch weiter nach anderen Stellen umzusehen. Um Gewissheit zu haben, dass ich andere Möglichkeiten haben kann, dass ich nicht auf Gedeih und Verderb nur auf meine jetzige Firma angewiesen bin.

Nach einer Tasse Kaffee und der frischen Luft bin ich wieder hellwach. Gut, habe ja auch noch ein bisschen was zu tun.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rückblick und Gegenwart
BeitragVerfasst: 5. Mär 2016, 15:05 
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Es kommt mir mittlerweile immer mehr so vor, als wollten die in der Firma was für mich tun.

Es ist Samstag, die Stimmung nicht allzu gut. Gestern Abend hatten mein Freund und ich einen Streit. Die Stimmung zwischen uns ist komisch.

Auch wenn sich mein Gejammer schl*mm anhört, aber ich muss mich mal aussprechen, und die Vergangenheit einfach so abschütteln, wäre schön, wenn das ginge.

Wenn das doch alles so gelaufen wäre, wie ich das geplant hatte. Vor 18 Jahren, im Sommer 1998 befand ich mich in Aufbruch-Stimmung. Ich war selbstbewusst, alles sollte von jetzt an anders werden. Ich hatte viele Pläne, was meine berufliche Zukunft betraf. Aber wie schwer ist es neu anzufangen, wenn die Leute zu viel über einen wissen.
In der kleinen Stadt an der holländischen Grenze wusste man zuviel über mich und meine Familien-Verhältnisse, meine Vergangenheit. Dass ich eine Entwicklungsstörung hatte, wussten zu viele und stempelten mich als Doofi ab.

Für einen Großteil meiner Verwandtschaft war ich von Kind auf so was wie das schwarze Schaaf. Eben der „Ausrutscher“ den sich meine Eltern geleistet hatten. Wie oft durfte ich mir anhören, „bist du so blöd oder tust du nur so?“ oder „fast kannst du einem schon leid tun!“ und oft wenn wir zusammensaßen hieß es: „geh deinen Hintern waschen, du st*nkst!“

Ein Teil dieser Verwandtschaft ist verst*rb*n, mit der anderen habe ich längst keinen Kontakt mehr. Und das hat eine Lücke hinterlassen, das merke ich immer mehr, je älter ich werde.

Es ist viel passiert in der kleinen Stadt, in der ich aufgewachsen bin. Dieser hübsche Kurort, mit der schönen Burg auf der Postkarte. Aber wie es da hinter den Kulissen aussieht.
Ich bin nur noch sehr selten dort.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rückblick und Gegenwart
BeitragVerfasst: 11. Mär 2016, 16:23 
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Wieder Wochenende. Die Zeit vergeht wie im Flug.

Warum ist es mir in letzter Zeit so wichtig, mit meiner Vergangenheit aufzuräumen? In Ruhe über alles nachzudenken? Sonst hätte ich das Tagebuch auch nicht mehr neu aufgemacht?

Kindheit und Jugend. Was da so hängen bleibt. Das Jahr 1998, das die Schwelle zu meinem neuen Leben darstellen sollte. Ich wollte was erreichen, mir was aufbauen.
Wenn ich heute zurückblicke, konnte ich damals noch richtig froh sein, dass ich noch nicht wusste, was wirklich auf mich zukommt. Ob Ausbildungsbedingt oder was zuhause abging.

Hätte ich mir doch nach der 10. Klasse einen Zeitarbeitsjob gesucht, und mir die anstrengende Lernerei doch gespart.

Habt Verständnis, dass ich noch nicht über alles reden kann, was passiert ist. Wenn alles noch ein wenig verschwommen kl*ngt.

Versteht ihr, wie das ist, wenn jemand schwer kr*nk ist, in der Familie, sich aber nicht helfen lassen will, bis es fast zu spät ist. Könnt ihr euch vorstellen, wie das ist, wenn man mit im Krankenwagen sitzt.
Das erste Mal war ich vierzehn. Überfordert mit der Situation. Zwei Frauen halfen mir und gingen für mich zur Telefonzelle und riefen den Krankenwagen. So warteten wir dort, hinter uns war ein feines Restaurant, die Leute saßen dort drin und genossen ihr Sonntagsessen. Wie gerne hätte ich getauscht.

Das zweite mal war ich siebzehn. Ich kam mit meinem Fahrrad von Oma und wollte nachhause. Ein Krankenwagen schoss an mir vorbei, da wurde mir schon komisch. Und wie ich geahnt habe, bog der gleich vor mir in unsere Straße ein. Ich trat schneller in die Pedale – und von weitem sah ich schon das Blaulicht vor unserem Mietshaus zucken…

Das alles hat meine Jugendzeit überschattet. Ebenso wie es im späten Jahr 1998 wieder losging, wo ich doch endlich mal Fuß zu fassen schien…

Die Zeit ist so schnell verflogen. Die Jahre vergehen immer schneller. 1998 scheint mir manchmal nur ein paar Monate her zu sein. Als blicke ich in ein Parallel-Unsiversum. Ich sehe meine Freundinnen und mich, wie wir zusammen shoppen gehen, ins Kino, über Jungs tuscheln. Als seien wir erst gestern zusammen losgezogen.

Wo sind diese 18 Jahre hin? Mittlerweile haben alle Kinder, sich beruflich was aufgebaut und was aus ihrem Leben gemacht. Ich erfahre es am Rande. Überflüssig zu erwähnen, dass wir längst keinen Kontakt mehr haben. Weil es nicht mehr passt, weil ich nicht dazupasse.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rückblick und Gegenwart
BeitragVerfasst: 11. Mär 2016, 18:42 
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Mal wieder haben mein Freund und ich wohl Streit. Was ist ihm denn jetzt wieder über die Leber gelaufen? Weil ich mich heute Abend mit paar Freundinnen treffen will?

Er ist mal wieder abgetaucht, meldet sich nicht und geht nicht ans Handy.

Er hat doch selbst manchmal auch was anderes vor. Dann heißt es "Maus, das musst du doch verstehen. "

Er ist in letzter Zeit schnell gereizt.

Was für ein sch... Tag. Alles geht schief!


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 Betreff des Beitrags: Re: Rückblick und Gegenwart
BeitragVerfasst: 14. Mär 2016, 19:52 
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Ich habe heute meinen Laptop repariert. Alleine! Dass ich das hingekriegt habe!

Mein Freund hat sich doch noch gemeldet und ist am späten Freitagabend zu mir gekommen. Hat mich bei meinen Freundinnen abgeholt. Ich habe hier noch lange gesessen und gewartet, bis ich dachte, ich gehe jetzt einfach mal los. Da hat auch schon das Handy geklingelt.
Vorher war mein Laptop kaputtgegangen, da ging nix mehr.

Während mein Freund am Samstagabend die Sportschau guckte, nahm ich mir das Gerät und versuchte so ziemlich alles. Heute Nachmittag habe ich mich nochmal drangegeben und das Ding tut es wieder!


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 Betreff des Beitrags: Re: Rückblick und Gegenwart
BeitragVerfasst: 14. Mär 2016, 20:03 
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Es ist komisch mit mir: seit wenigen Wochen ist mir die Vergangenheit so wichtig. Ich möchte sie aufarbeiten. Warum ich *ngst vor dem Verlassenwerden habe. Weil ich als Kind schon von einigen Menschen verlassen wurde.

Nun habe ich *ngst, dass mein Freund bald weg ist. Dass er sich eine Frau sucht, die ihm mehr bieten kann als ich. Am Wochenende war er wieder so abwesend. Und wenn man immer wieder nachbohrt und fragt, das nervt Männer ganz schön. Vor allem Sätze wie "Schatz, bist du böse auf mich?"
Er stierte hier missmutig vor sich hin, ich zog mich um und ging ins Bett.

Mir ist es heute garnicht gut. ich bin seit Feierabend nicht mehr raus gewesen. Stattdessen habe ich den PC repariert. Ich fasse es nicht. Ich, die sonst keine Ahnung von Computern hat.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rückblick und Gegenwart
BeitragVerfasst: 14. Mär 2016, 22:14 
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Ich lese ein Buch, dass mich an meine eigene Jugendzeit erinnert. Meine Jugendzeit fast übersetzt in die heutige Zeit. Die Situation mit dem Krankenwagen, die schaulustigen Nachbarn. Nur dass es damals noch keine Smartphones und kein Whats app und Facebook gab.
In dem Buch zücken doch tatsächlich ein paar Idioten ihr Smartphone, um ein paar Fotos zu machen vom Krankenwagen, um es brühwarm weiterzuverteilen.

Überhaupt nervt mich das tierisch, dass es ohne Internet, Handy, die neuesten apps usw. gar nichts mehr geht. Zu meiner Jugendzeit gab es das nicht und es ging trotzdem ganz prima.
Mich nerven Leute, die mit am Tisch sitzen und nur das Smartphone befingern. Unhöflich ist das.
Bald werde ich meinem Freund das Teil auch aus der Hand reißen und ihm sagen, nach dem Essen kriegt er das wieder, bis dahin kann er sich mit mir unterhalten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rückblick und Gegenwart
BeitragVerfasst: 15. Mär 2016, 07:50 
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Hilfe, ich bin ein kleiner Wirrkopf. Ich vergesse laufend Sachen und verlege oft was, was ich dann nicht mehr wiederfinde wenn ich es brauche.

Irgendwas stimmt nicht. Ich denke an unsere Beziehung, die offenbar nicht mehr so richtig läuft. Ich denke ich erwarte einfach zu viel. Ich darf jetzt auf keinen Fall wieder Depressionen bekommen. Mir war es gestern den ganzen Tag nicht richtig gut. Ich bin nach Feierabend auch nicht mehr raus gegangen, obwohl so schönes Wetter war. Dafür habe ich mich um den Laptop gekümmert. Musste ja auch sein.

Ich brauche einen Übersetzter. Was sagt ein Mann und was meint er damit. Und was h*ss*n Männer? Wenn frau laufend fragt "was ist los, mein Schatz?" und ihn vollschwallt. Und wenn er laufend antwortet "nichts, nichts" will er in Ruhe gelassen werden.

Er ist meilenweit weg, will nicht reden. Dann sollten wir auch nicht aufeinander rumhängen. Dann sollte ich nachhause fahren oder ihm anbieten, dass er ruhig fahren kann, da sei ich nicht böse.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rückblick und Gegenwart
BeitragVerfasst: 15. Mär 2016, 17:28 
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Ich darf auf keinen Fall wieder so schwere Depressionen bekommen dass ich nicht arbeiten kann. Es bringt nix, hier zu sitzen und die Wände anzustarren.

Ich hätte manchmal auch gerne jemanden, der mich an die Hand nimmt, zu mir sagt, "wir kriegen das wieder hin". Stattdessen bin ich ja immer die Feuerwehr, die andere an die Hand nimmt. Ich gerate eben immer an Menschen, die Hilfe brauchen. Menschen, die selber aus einem schwierigem Umfeld kommen.
Aber auch meine Hilfsbereitschaft ist irgendwann ausgeschöpft. Statt zu eilen sage ich auch schon mal "Sorry, heute habe ich keine Zeit!" Und es kommt vor, dass ich mein Handy einfach abschalte.

Als ich als Kind oft traurig war, müde und antriebslos, kannte ich das Wort Depressionen noch nicht. Ich war dann in mich gekehrt, konnte mich in der Schule nicht konzentrieren und war vergesslich. Wie später als Erwachsene auch.
Ich erinnere mich gut, wie ich als KInd total verwirrt durch das Schulgebäude lief und den Raum nicht mehr fand, in dem wir jetzt Unterricht hatten. Oder wie ich dachte, wir hätten Pause und ich saß in der Schulkantine und wunderte mich, dass hier nur Schüler aus der Hauptschule nebenan waren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rückblick und Gegenwart
BeitragVerfasst: 15. Mär 2016, 19:18 
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Ich will meinem Freund nicht unrecht tun oder ihn hier verunglimpfen. Und ich weiß, in einer Partnerschaft ist man für einander da. Aber irgendwann ist meine Geduld zuende. Man ist mal muffelig oder abwesend, aber nicht schon wochenlang. Ich habe auch keine Lust, dass mir der Kragen platzt, aber das passiert. Ich werde meinem Freund vorschlagen, dass er zum vor sich hinmuffeln und mit dem Smartphone zu spielen gerne Zuhause bleiben kann.

Also suche ich nocheinmal das Gespräch. Mal gucken, ob es diesesmal mehr hilft.

Es kommen demnächst noch einige Änderungen auf mich zu. Ich meine im Job, da werden die Anforderungen bald stetig wachsen. Ich bin also nicht einfach nur depressiv, es hat schon seine Gründe.
Morgens ist mir immer noch übel, aber das hat damit zu tun, dass ich schlecht aus dem Bett komme. Und da bin ich früher mal lange Zeit um 4 Uhr aufgestanden.

Meine Gewichtszunahme, die ich unter weiten Klamotten verberge. Ich habe mir neue Hosen kaufen müssen, alle eine Nummer größer. Die alten waren an den Oberschenkeln aufgescheuert und der Knopf geht kaum noch zu. Aber wovon zum Teufel? Ich esse fast nur noch Obst seit ein paar Wochen. Diese Futterei habe ich drangegeben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rückblick und Gegenwart
BeitragVerfasst: 15. Mär 2016, 19:33 
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Ich habe vorhin gewaschen und geputzt. Ich finde es hier drin erdrückend, also werde ich nochmal rausgehen.

Kann sein, dass ich vieles wieder sehr persönlich nehme. Mag sein. Aber von mir wird ja auch immer verlangt, dass ich funktioniere, dass ich voll da bin. Wenn es mir mal nicht gut geht, kriege ich ja auch ein "reiß dich zusammen, stell dich nicht so an!" zu hören.

Aber das soll mir jetzt nicht weiter die Laune verpesten. Wegen der Arbeitszeiten sehen wir uns erst am Wochenende wieder. Und bis dahin ist es ja noch eine Weile. Ich habe jetzt auch echt keine Lust mehr, den Kopf zu zerbrechen. Das blöde Gedankenkreisen bringt eh nix. Ich gucke auf ein Karussel und sehe immer dieselben Gondeln vorbeiziehen. Pausetaste.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rückblick und Gegenwart
BeitragVerfasst: 21. Mär 2016, 19:26 
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Vor knapp vier Jahren hatte ich einen OP-Termin zur Sterilisation, habe ihn sausen lassen. Alles was entgültig ist, macht mir kalte Füße.
Und nun denke ich aber schon wieder darüber nach.

Können die Leute nicht einfach mal aufhören zu lästern, nur weil jemand "anders" ist? Muss denn jede Frau, nur weil sie menstruiert auch Kinder bekommen?

Verd... lasst mich doch einfach mein Leben leben und ihr lebt eures. Mein Bauch gehört mir und ich habe das Recht zur Geburtenkontrolle.

Immer wieder haben die Leute ein Problem damit, wenn jemand anders ist, anders lebt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rückblick und Gegenwart
BeitragVerfasst: 21. Mär 2016, 19:52 
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Verfl*cht noch mal, lebt euer leben und lasst mich meines leben! Oder seid ihr etwa neidisch? Weil ich ja ohne Kinder keine Sorgen habe, immer Zeit im Überfluss und sinnlos meine Zeit vertrödel.

Wenn ich eben anders bin als die anderen, dann ist das eben so, was geht euch das an?

Meine ehemaligen Freundinnen, die ihre Bilderbuch-Familien auf Facebook präsentieren. Ob das wirklich alles so heil und wunderschön ist?

Auf jeden Fall ist es aber so, dass die Leute mit dem Finger auf mich zeigen, weil ich es weder mit Familienplanung noch beruflich zu etwas gebracht habe.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rückblick und Gegenwart
BeitragVerfasst: 21. Mär 2016, 20:18 
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Ich erinnere mich, wie wir damals,1998, noch eine Clique waren. Natürlich gab es auch Zickenkrieg. 1998 war mein Umbruch-Jahr. Ab jetzt wollte ich ein neues Leben beginnen, ich war voller Tatendrang. Bis ich auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurde. Nämlich ist es schwer, mit Altlasten neu anzufangen.

Heute sehe ich alles in einem anderen Licht. Mir war es damals zunächst nicht aufgefallen, dass meine Freundinnen sich mit mir zunehmend nur noch "drinnen" treffen wollten. Also immer bei einer zuhause. Waren sie ohne mich, sind sie rausgegangen. Und eines Tages machte mich eine darauf aufmerksam, dass die Leute mich schief angucken und tuscheln würden.

Ich lebe halt anders und ich stehe dazu. Mir hat die Meinung der anderen sch... egal zu sein. Ist es aber nicht immer. Hängt von meiner Tagesform ab.

Ich habe meiner kleinen Heimatstadt vor 10 Jahren den Rücken gekehrt und bin hier gelandet. Ich würde aber oft lieber in einer Großstadt leben. Dort anonym untertauchen. Ich hatte mich hier, in Düsseldorf und in Köln um Jobs und Wohnung beworben und hier was bekommen.

Oft denke ich, dass es mir hier zu ruhig ist. Mich zieht es in eine richtige Großstadt. Ich liebe Düsseldorf. Hatte es ja lange versucht, dort eine bezahlbare Wohnung zu finden. Ich bin fast jedes Wochenende dort und kenne mich da ja bald besser aus als hier. Ich hatte auch viel Zeit in meiner Kindheit in Düsseldorf verbacht.
Ich könnte stundenlang am Rhein spazieren gehen. Oft sitze ich lange auf dem Rheinturm und gucke raus. Samstag waren wir im Stadion, danach haben wir wieder viel Zeit in der Altstadt verbracht.


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