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 Betreff des Beitrags: Re: Rückblick und Gegenwart
BeitragVerfasst: 18. Mai 2016, 18:57 
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Es war im Sommer 2011, als ich in Urlaub flog. Ich wog gerade mal 45 Kilo und dachte, eigentlich dürfte ich doch für mein Untergewicht mehr Gepäck mitnehmen als 20 Kilo.

Im Sommer 2012 war viel los. Ich nahm nochmal 3 Kilo ab und wog nur noch 42 Kilo. Ich konnte mir das nicht erklären, wohin meine Pfunde purzelten.

Nun, Mai 2016, wiege ich fast 30 (!) Kilo mehr. Kein Witz. So ab Frühjahr 2013 begannen die Pfunde so langsam, sich auf meine Hüften zu setzen. In den letzten 12 Monaten habe ich das meiste zugenommen.
Wieviele Mineralwasser-Kästen sind das?


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 Betreff des Beitrags: Re: Rückblick und Gegenwart
BeitragVerfasst: 18. Mai 2016, 19:04 
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Dass das mit meiner Familie so ist, wie es ist, dazu habe ich sicher meinen Teil beigetragen. Dass mein Lebensstil so lala ist, das habe ich ja selbst schon erkannt. Ab und zu schadet mir ein Tritt in den Hintern nicht.

Heute ist Pause mit Sport. Bin nicht so in Form und im Haushalt ist ja auch einiges wieder liegen geblieben.
Ich war letzte Woche sehr gut in Form. Früher hatte ich auch manchmal Tage, wo es mit dem Sport nicht so gut klappte, ich mich schlapp fühlte.

Dass ich nun gerne wieder Fahrrad fahre, was ich früher g*h*sst habe. Seit ich den Führerschein gemacht habe, habe ich das Fahrrad in den Keller gestellt und seitdem vielleicht zwei mal rausgeholt. Warum auch Fahrrad-Fahren wenn es mit dem Auto zeitsparender geht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rückblick und Gegenwart
BeitragVerfasst: 20. Mai 2016, 13:34 
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Morgen Familienfeier, die ich aber absagen werde. Was mir schwer fällt, weil auch mein Patenkind da ist.

Während meiner Jugendzeit habe ich so manches mal aufgemuckt. Wenn es immer wieder um die Schule ging, oder meine Berufswahl, bzw. was ich werden will. Meistens aber um die Schule. Und da waren die Kritik und die Diskussionen mehr als gerechtfertigt. Ich hätte wirklich spätestens ab der neunten Klasse mal den Hintern hochkriegen sollen. Und ab der 9. Klasse wuchs der Druck, weil alle in meiner Klasse schon wussten, was sie werden wollten. So wurde ich zugeballert, auch von den Lehrern. So manches Mal wenn bei uns abends das Telefon klingelte, war wieder meine Klassenlehrerin dran. Es war keine einfache Zeit.

Ich habe mich halt so bis zur 10. Klasse durch gemogelt, mit ach und Krach. Ich habe nicht selten gedacht „wozu bitteschön Schule“?

Aber so waren halt damals die Diskussionen nicht selten. Ich habe gelangweilt aus dem Fenster geguckt oder bin einfach rausgegangen mit „ja, ich weiß, das Thema hatten wir letzte Woche schon“ und wenn ich gerade ein Fußballspiel gucken wollte, ach nö, nicht jetzt schon wieder!
Es war halt gerechtfertigt und ich hätte mehr tun müssen. Hätte ich meinen Hintern hochbekommen, wäre nicht so unglaublich bequem gewesen, hätte ich die Noten aufpolieren können und sogar Abi machen können.

Manchmal ist mir während der 9. und 10. Klasse schon mal klar geworden, wie mir das Wasser langsam bis zum Hals steht. Aber ich habe es schnell wieder verdrängt. Wollte mit dem ganzen Quatsch in Ruhe gelassen werden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rückblick und Gegenwart
BeitragVerfasst: 20. Mai 2016, 13:48 
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Ich werde ganz in Ruhe erklären, warum ich morgen nicht kommen werde. Aber eine offizielle Einladung habe ich sowieso auch noch nicht.

Ich finde auch heute noch, dass zuviel Trara um Schule gemacht wird. Dieser Druck um Noten, dass Abi nach 12 Jahren. Kinder werden nur unter Druck gesetzt. Und oft wird in der Schule solch unnützes Zeug gelehrt, was man nie wieder braucht im Leben.

Ich machte eine Ausbildung, und musste wieder die Schulbank drücken, zwei mal in der Woche. Und fragte mich warum. Im Betrieb wird doch alles gelehrt, was man wissen muss.

Der Weg bis heute war steinig. Vielleicht habe ich es jetzt geschafft. Nun muss ich mich noch ein wenig um mein Privatleben kümmern. Immer nur arbeiten, nachhause kommen – nein, da muss Farbe rein! Wenn ich Sport gerne mache, warum nicht? Ich habe früher sehr viel und oft Sport gemacht.

Mir fehlt Nobby und mir fehlt unser Bekannter, der vor einem Jahr v*rst*rben ist. Aber es ist nicht mehr zu ändern.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rückblick und Gegenwart
BeitragVerfasst: 22. Mai 2016, 21:05 
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Ja, es ist befreiend, dass es vorbei ist. Ich bin froh, dass ich erwachsen bin und mein eigenes Leben führe. Ich kann frei entscheiden aber ebenso muss ich die Konsequenzen tragen.

Bin ich denn erwachsen? Manchmal fühle ich mich nicht so. Manchmal fehlt mir offenbar eine Person, die mich ein wenig an die Hand nimmt. In Nobby habe ich so eine Art Vater-Figur gesehen.
Mein Bekannter, der v*rst*rb*n ist, dessen ruhige und besonnene Art mir fehlt.

Aber daran ist nichts zu ändern. Dass Nobby keinen weiteren Kontakt mehr aufrecht erhalten wollte, muss ich so akzeptieren. Ob ich das will oder nicht. Unklug, dieses Leeregefühl mit Essen zu füllen und mir ein paar kuschelige Schutzpölsterchen anzulegen.
Es ist definitiv Schluss mit dieser Esserei. Und ich verlasse meine schützende Wohnung nun wieder häufiger.

Soll ich noch einmal mit Nobby reden, denn so richtig wusste ich ja nie, woran ich bei ihm war? Wenn das mal nicht nach hinten losgeht. Ein Korb ist unangenehm, aber besser als Unklarheit. Aber lassen wir das mal. Er lebt jetzt am anderen Ende von NRW, wie sinnvoll ist es, da etwas aufrecht zu erhalten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rückblick und Gegenwart
BeitragVerfasst: 22. Mai 2016, 21:30 
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Achtung, Triggerwarnung!

Ich habe Wut im Bauch! Ich bin innerlich aggressiv! Wie lange noch?
Ich könnte diesen Lästermäulern manchmal die Nase brechen oder sie anspucken. Muss doch irgendwann mal gut sein!
Ja, ich habe Fehler gemacht, aber vor zig Jahren, wann kann man das endlich mal vergessen? Aber fängt es einmal an, geht die Eigendynamik in Gang.

Hier lebe ich, nicht in Düsseldorf und auch nicht quer in NRW, so wie ich ständig unterwegs bin und durch die Gegend tingle.
Aber was ist Hier? Ich würde gerne hier was aufbauen, ohne ständig anzuecken. Ist es noch möglich oder schon zu spät? Mensch, Leute, nun vergesst es doch endlich, gibt doch schlimmere Sachen, oder nicht?

Zu den Kosenamen die man mir vorher schon gegeben hat, kommt nun Elefanten-*rsch hinzu. Die Leute haben wieder was, an das sie sich aufhängen können. Kommentare wie „na, unsere Eveli träumt wohl gerade wieder von Pommes mit Schnitzel“ oder „Evelis Hose ist wieder zu eng geworden“.

Ich bin schon mehrmals umgezogen, und? Aber im Moment verspüre ich nicht gerade das Verlangen danach. Schon wieder umziehen, wieder einen neuen Job suchen. In einer anderen Stadt.
Wenn ich so zurückdenke, bin ich doch an den Wochenenden ziemlich viel auf Achse. Ich treibe mich in Düsseldorf herum, ich fahre quer durch NRW. Unter der Woche habe ich mich lange genug in den eigenen Vier Wänden verschanzt. Nur rausgegangen, wenn es wirklich nicht anders ging, nach der Arbeit.

Hier ist jetzt erstmal Schluss. Nach einer schlaflosen Nacht war ich heute ziemlich geladen. Ich habe trotz des schlechten Wetters das Fahrrad aus dem Keller geholt und habe in die Pedale getreten, ruckzuck war ich in Hückelhoven...

Noch immer habe ich Wut, und weiß nicht wohin damit.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rückblick und Gegenwart
BeitragVerfasst: 23. Mai 2016, 16:23 
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Wenn ich die Zeit 20 Jahre zurückdrehen könnte, ins Jahr 1996, würde ich wirklich versuchen, an meinen Zensuren zu polieren. Was mehr für die Schule zu tun.

Alle in meiner Klasse wussten bereits ab der 8. Klasse, ob sie das Abi machen oder nicht.

Abi, das Wort scheute ich sowieso wie der Teufel das Weihwasser. Ich hatte die Nase voll von Schule und gerade von meiner Schule. Aber ich hatte nur nicht bedacht, dass ich vorerst nicht um Berufsschule herum kam, also dann wieder Schule haben würde. Ich war ja unter 18.

Wenn ich so zurückdenke, wäre fürs Abi zu pauken nicht anstrengender gewesen, als die jahrelange harte Arbeit, die folgte.

Ich fing wegen der Maßnahme von Arbeitsamt also mit 16 an zu arbeiten an. Die Umstellung auf die Arbeitswelt fiel mir anfangs alles andere als leicht. Vorbei mit 15 Uhr Schule aus und mit Schulferien.

Als ich die kaufmännische Ausbildung begann, war ich über 20. Ich war die harte Schufterei in der Bäckerei leid und dass das Geld kaum zum Leben reichte. Und kaufmännische Ausbildung hieß natürlich auch wieder Schule.

Später kommt dann dieses „hätte ich doch...“
Hätte ich doch mehr getan. Statt anderer sinnloser Dinge zu tun, hätte ich meine Zeit auch mit lernen vertrödeln können. Aber ich fand Fußball und Computerspiele natürlich spannender als binomische Formeln. Und vor sich hinzuträumen ist ja auch manchmal spannender als langweiliger Unterricht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rückblick und Gegenwart
BeitragVerfasst: 24. Mai 2016, 16:38 
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Endlich Feierabend! Von der Salat und Obst-Esserei knurrt mir gewaltig der Magen. Aber davon kann ja auch kein Mensch satt werden.

Ich müsste mal wieder die Stadt gehen, aber es kostet mich wahre Überwindung. Vielleicht gehe ich auch wieder nur bis zur nächsten Ampel und drehe dann um. Wenn die Leute mich so anstarren, dann weiß ich nicht genau warum.
Mir sind nur wieder Sachen über mich zugetragen worden. Den Stempel habe ich halt weg, egal ob ich dünn oder dick bin, dass tut auch nichts mehr zur Sache.
Man erzählt über mich, meine Körperhaltung sei einfach affig, meine Bewegungen, mein Blick. Viele würden behaupten, ich sei nicht richtig im Kopf. Im Sport würde ich wirken wie ein Storch im Salat.
Wenn ich irgendeinen Raum betrete, verstummen die Gespräche oder es bricht Tumult los. Es wird offen über mich geredet. „die Eveli frisst Salat wie ein Kaninchen, ist aber trotzdem so fett“. Oder „die war gestern mit ihrem Hund unterwegs“ damit meinen sie meinen Freund und fragen mich dann offen, wie Dicke S*x haben.

Ja, ich habe einen Fehler gemacht, ist Jahre her, aber Leute, kann man das nicht endlich vergessen? Es passiert halt, aber irgendwann tritt das doch mal in den Hintergrund. Sollte man meinen. War es denn wirklich so schlimm? Nein, vielleicht nicht schlimm, aber lächerlich habe ich mich gemacht.

Ich muss dann jetzt wirklich los. Kostet mich echt Überwindung, meine sichere Wohnung zu verlassen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rückblick und Gegenwart
BeitragVerfasst: 26. Mai 2016, 09:56 
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Was ich in den Augen der Menschen sehe, ist nicht ausschließlich Spott – es scheint H*ss zu sein. Wenn sie mich sehen, funkelt in den Augen ein Blitzen auf. Ich werde manchmal freundlich, manchmal barsch aufgefordert „das Weite zu suchen“.
Wenn ich mit einer Gruppe zusammen bin, sagen sie entweder freundlich: „Eveli, willst du nicht lieber etwas spazieren gehen?“ oder ganz derbe „verzieh dich Eveli, du nervst!“

Wann mein Freund mit mir Schluss macht, kann nur noch eine Frage der Zeit sein, denn niemand will mit hineingezogen werden. Wir sind nämlich beide wegen mir letzten Samstag in Schwierigkeiten geraten. Sie bestrafen ihn dafür, dass er mit mir zusammen ist, und das hält keiner auf Dauer auf. Ich könnte es ihm nicht verübeln.

Ich sehne mich langsam nach richtigen Gesprächen, mal ernst genommen zu werden, irgendwo Anschluss zu finden. Hier, und nicht woanders.
Was war so schlimm daran, was ich gemacht habe? Ich habe niemanden *rm*rd*t.
Kann es nicht langsam mal gut sein? Es ist lange her.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rückblick und Gegenwart
BeitragVerfasst: 3. Jun 2016, 13:56 
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Gestern in der Firma hatten wir eine Besprechung. Im Meeting-Raum. Mir war mulmig, denn ich mag solche Räume nicht.
Zwar vom feinsten ausgestattet, mit Ledercouchen, viel Glas, strömen sie eine Kälte aus. Die Klimaanlage lief und ich bekam schnell eine Gänsehaut.

Ich habe keine guten Erinnerungen an solche Räume. Besprechungen habe ich immer geh*sst.

Wenn ein Chef mit mir reden wollte, dann saß ich in einem solchen Raum.

Die Besprechung gestern war aber nichts weltbewegendes. Alles in Ordnung!

Jetzt ist Wochenende. Und darf ich mir nach langer Zeit einen leckeren Hamburger gönnen?
Nein, ich habe richtig Lust auf Erdbeeren. Auf magere Sülze und rohe Kolrabi.

Ich nehme kein einziges Gramm ab, egal was ich tu.

Was ist mit grünem Kaffee? Der soll angeblich helfen. In Holland gibt es den zu kaufen. Ist nicht weit von hier, ich fahre mal rüber wenn ich mehr Zeit habe.
In Holland gibt es ganze Läden, die nur Diät-Produkte verkaufen. Ich war drin und habe nichts gekauft.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rückblick und Gegenwart
BeitragVerfasst: 3. Jun 2016, 14:13 
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Gestern beim Frauenarzt die nächste Spritze abgeholt. Gottseidank nicht auf diesen Stuhl, der mir manchmal wie ein F*lt*r-Instrument vorkommt.

Aber wie pampig man wieder zu mir war. Da wird einfach die Türe aufgerissen und alle können meinen nackten Hintern sehen.

Ob mein Frauenarzt in meiner Heimatstadt noch da ist? Bei dem war ich gerne. Dann fahre ich eben ein Stück, aber besser als so schlecht behandelt zu werden. Hier wird es keinen Sinn machen, mir eine andere Praxis zu suchen.

Achtung Trigger!

Mir fällt es überhaupt schwer, dort hinzugehen. Schon als Kind musste ich zum Kinderarzt, weil meine Mutter und der Arzt fanden, dass ich „dort“ komisch aussehe. Sie fragten mich, ob ich daran rumspielen würde. Deshalb konnte ich mich als Jugendliche lange nicht aufraffen, zum Frauenarzt zu gehen. Mein „netter“ Frauenarzt bei dem ich lange war, der hat nie etwas gesagt. Bei dem fühlte ich mich gut aufgehoben. Er hörte mir zu, ließ mich nie lange warten.

Aber meine jetzige Frauenärztin hat mich mal darauf hingewiesen, dass man ja chirurgisch was machen könne. Also doch, stimmt es, dass es „komisch“ aussieht.
Und gerade „unten freigemacht“ fällt ihr aufeinmal was anderes ein und sie verschwindet. Ich stehe dann da rum und warte. Arzthelferinnen reißen einfach die Türe auf und sehen mich da so stehen.
Ob die das mit anderen Frauen auch so machen?

Ich werde keinen Fuß mehr in diese Praxis setzen. Egal was ich mache, aber dahin gehe ich nie wieder.

Ich sehe mal nach, ob mein ehemaliger Frauenarzt noch die Praxis hat und dann fahre ich eben etwas weiter.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rückblick und Gegenwart
BeitragVerfasst: 13. Jun 2016, 21:25 
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Ich muss mal über einiges klar werden. Die Beziehung zu meinem Freund, andere Dinge, die mir *ngst machen. Morgen habe ich Zeit. Ich brauche einen langen Spaziergang oder eine Radtour, um klar im Kopf zu werden.

Ich war heute bei meiner Familie. Wir haben meine ersten Abnehmerfolge gefeiert. Langsam sieht man mir was an. Schon weil meine alten Hosen wieder passen. Und ich frage mich, warum habe ich meine Ernährung nicht schon eher umgestellt. Was ich mir alles in den Mund gestopft hatte, da konnte ich mich ja nicht wohlfühlen.

Oft passiert mir meine Schulzeit wieder revue. Hätte ich doch nur.... mehr getan! Später erst, da hatte ich die doppelte Arbeit. Abendschule um FOR nachzuholen, bevor ich die kaufmännische Ausbildung begann. Handelsschule am Abend. Daneben noch morgens in der Bäckerei arbeiten. Und gebracht hat es - nix.
Was war diese Ausbildung hart, weil mir eben doch die Vorkenntnisse fehlten. Ich mich irgendwie nicht so recht reinarbeiten konnte.
Da raten die Lehrer mir in der Berufsschule, ich solle aufgeben, die Ausbildung abbrechen, statt mir Hilfe anzubieten. Diese musste ich mir selbst beschaffen, in dem ich nächtelang gepaukt hatte.

Auch ein Grund, warum ich diese Kleinstadt Erkelenz h*ss*n gelernt hatte. Wegen schlechter Erfahrungen. Ich war ja auch so anders, als meine Klassenkameraden. Meine schlechten Schulnoten grenzten mich ebenso aus, wie die Tatsache, dass wir nicht zusammenpassten. Keine gemeinsamen Interessen teilten. Ich war eine der ältesten, meine Discothekenbesuche lagen schon weiter zurück, also konnte ich mich in Gespräche über die Partyerlebnisse am Wochenende nicht mit einklinken.

Es ist 13 Jahre her. Es ist vorbei. Aber warum tut es aufeinmal wieder w*h, wenn ich an die Erlebnisse denke? Die anderen in meiner Klasse, die sich in Grüppchen zusammen taten und Spaß hatten, ich alleine daneben... die Selbstzweifel, warum wieder ich?
Weil es eben schwer ist, wenn man nicht zusammenpasst. Das passiert eben immer wieder.
Ich war eben auch nie der Typ, der sich ständig die neuesten Handys kauft und damit prahlt. Das kann mir immer wieder passieren.

Ich dachte ja, es ist vorbei. Ich habe die Ausbildung abschließen können. Sogar meine Noten hatte ich aufpolieren können. Die Prüfungsbogen waren verblüffend einfach.
Seit 2004 ist diese Berufsschule Geschichte. Und Erkelenz lasse ich auf der Autobahn links liegen, wenn ich nach Hückelhoven fahre.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rückblick und Gegenwart
BeitragVerfasst: 13. Jun 2016, 22:16 
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Es liegt so lange zurück.

Und Probleme soll man sofort lösen, wenn es geht. Ich wäre gleich wieder totmüde ins Bett gefallen, hätte mich rumgewälzt. Morgen wäre ich spazieren gegangen. Nein!
Mich hat was bedrückt, Menschen, bei denen ich nicht weiß wo ich dran bin. Also habe ich mir vorhin das Handy geschnappt und sie angerufen. Und das geklärt. Fühlt sich doch gleich besser an. Klingt nach einem erholsamen Schlaf, den ich gleich haben werde.

Morgen ist wieder ein neuer Tag. Ich will einer Kollegin helfen, die heute total doof angemacht wurde. Mich hat das wütend gemacht, wie sie fertig gemacht wurde. Ich kann da nicht einfach so zusehen. Es geht um eine andere, aber es belastet mich. Ich habe versucht zu ermitteln. Wir sind alle Erwachsen und wir sollten uns zusammenraufen.
Da meldet sich die Stimme „Eveli, halt dich da raus, das sollen die unter sich ausmachen, du hast selber genug Probleme“ Oder „jeder guckt wo er bleibt!“ Oder „wer hilft dir denn, wenn es hart auf hart kommt!“
Erst mal die Lage sondieren, morgen früh. Mir kribbelt es in den Fingern, diese Sache aus der Welt zu schaffen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rückblick und Gegenwart
BeitragVerfasst: 13. Jun 2016, 22:24 
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Habe ich manchmal einen Hals auf andere Menschen, stelle ich sie lieber unter vier Augen zur Rede. Ich habe es nicht damit, sie vor anderen als rschl*ch hinzustellen oder es hintenrum zu machen.

Für mich steht auch was auf dem Spiel, bin noch in der Probezeit, aber ich kann nicht zusehen, wenn jemand fertig gemacht wird.

Ich sehe morgen weiter. Es war ein Streit, der wird sich wieder legen. Aber wütend macht es mich trotzdem. Ich werde da noch etwas tun.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rückblick und Gegenwart
BeitragVerfasst: 19. Jun 2016, 21:54 
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Ich habe am Wochenende eine Radtour quer durch NRW gemacht. Teilweise Rad, teilweise Zug. Heute Abend kam ich mit der Zunge aus dem Hals wieder hier an. Aber es war gut. Auch wenn es mal ganz schön regnete zwischen durch.

Mich packt langsam wieder das Reisefieber. Unser Urlaub ist im September. Noch viel zu früh, um irgendwas zu planen oder schon zu buchen. Das mache ich so früh selten. Und in fast noch drei Monaten kann noch so viel passieren.

Ich muss erstmal die Probezeit in der Firma schaffen. In der Regel sollten die mich nicht rauskicken. Aber man weiß ja nie. Ich habe schon zwei mal die Probezeit nicht geschafft. Immer kurz vorher. Mit der Begründung, es sei nicht genügend Arbeit da.

Gestern war Pause mit Radfahren, denn es regnete ohne Unterlass. Wir hockten nur drinnen und ich hatte zuviel Zeit zum Nachdenken und wurde wieder weinerlich. Eigentlich muss mein Freund nicht alles wissen, was in meiner Kindheit passiert ist. Aber warum tut das jetzt aufeinmal wieder so w*h. All das was fast 30 Jahre her ist?
Dass ich mütterlicherseits der Verwandtschaft immer das schwarze Schaf war. Mein drei Jahre älterer Cousin wurde immer bevorzugt und war der Goldjunge. Und als dann meine Schwestern geboren wurden, war es ganz vorbei.

Oder was im Ferienlager passiert ist. Dieser fiese Betreuer. Er war sicher auch noch nicht volljährig, trotzdem hatte er nicht das Recht, ein Kind zu schl*g*n oder ihm die Sachen aus dem Rucksack zu nehmen.

Warum habe ich nie mit einem Therapeuten darüber gesprochen? Wohl verdrängt gehabt. Aber genau das sollte ich tun.


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