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 Betreff des Beitrags: Alte Erinnerungen und Gegenwart
BeitragVerfasst: 8. Okt 2011, 20:53 
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die ersten 3 Threads. Und es handelt sich um die Frau Maria von der ich berichten will.


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BeitragVerfasst: 8. Okt 2011, 21:03 
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Maria, die Thekenkraft in der Pizzeria. Ich lernte sie 1994 kennen.

Nun um an den link anzuknüpfen: Wie kann ein Mensch so verschwinden? Ich habe versucht, diese Frau wiederzufinden. Niemand weiß wo sie abgeblieben ist.
Und selbst heute komme ich im Zeitalter von Facebook und co nicht weiter. Und auch der berühmte Zufall blieb bisher aus.

Alle die sie kannten, wissen nicht, wo sie ist.
Maria hatte etwas geheimnisvolles. Ich habe sie wohl damals 1994 geärgert, weil ich Angst vor ihr hatte und das damit wohl überspielen wollte. Aber ich muss ihr damit sehr weh getan haben.
Und es tat mir auch richtig leid, als sie mich so traurig ansah. Als ich das nächste mal mit ihr reden wollte, war sie weg. Ich erfuhr, dass sie nicht mehr kommen würde.

Vielleicht hat sie es auch als dumme Kinderstreiche gesehen, was Ilka und ich gemacht haben.

Es ist die Neugierde, die mich jetzt vorantreibt. Was ist aus Maria geworden? Hat sie Kinder, was arbeitet sie?
Möglicherweise würden wir uns wirklich in der Stadt über den Weg laufen und uns nicht erkennen, nach 17 Jahren.
Ich würde sie wohl erkennen, glaube ich, aber ob sie mich erkennt, bezweifle ich.

Aber was das ganze komische an der Sache ist: Wie kann jemand so verschollen sein? Nicht mehr auffindbar? Es ist ein Rätsel.


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BeitragVerfasst: 30. Okt 2011, 10:48 
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Beruflich läuft es bei mir. Gut, nicht immer ist es einfach. Aber endlich scheint man mal meine Arbeit und meinen Einsatz zu honorieren. Ich bin nun in der Elektronik eingesetzt, von Pro Work aus. Man hat mir mehr Lohn in Aussicht gestellt. Und ich habe Reisepläne, für die ich gerade Überstunden mache.

Im Juni 2011 war ich endlich wieder in Urlaub geflogen. Endlich.

Aber Schuhmacher dagegen... Seit über einem Jahr bin ich jetzt wieder da weg - und es ist gut so! Weil diese Bude kuddelmuddel ist. Erst nach dem sie mich letzten Sommer so abserviert hatten, wurde mir klar, wieviel dort schief läuft. Was ich vorher nicht so wahrhaben wollte.
Ich wollte mich dort eigentlich wieder festigen, eine lange Zeit erleben. Und es sah ja auch so aus, bis wir Leiharbeiter alle im Meisterbüro aufmarschieren mussten und der Müller in Zeitlupe vorlies, wer gehen muss. Und so unfassbar es war, ich war mit dabei.
Richtig kühl. Und sonst sagte er nur noch, wir sollen ja nicht vergessen, die Chipkarte abzugeben.

Abserviert, nach allem, was ich für diese Firma geleistet habe.

Aber da läuft ja wirklich alles schief. Arbeitsanweisungen sind unklar. Dann fehlt einfach das Material. Wenn es Probleme gibt, ist kein Ansprechpartner da. Und wirklich alles muss nach jedem Arbeitsgang genau aufgeschrieben werden.


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BeitragVerfasst: 30. Okt 2011, 10:55 
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Es war sitzende Tätigkeit. Und offenbar sah der Müller das nicht gerne, wenn ich den ganzen Tag saß. Deshalb habe ich oft andere Aufgaben bekommen. Z.B. Büromaterial holen gehen, das fertige Material mit dem Hubwagen rausbringen. Paletten im Lager umpacken gehen.

Dass mir das erst später alles so auffällt.

Im November kann ich vielleicht schon eine Thera beginnen. Denn ich will über meine Jobprobleme sprechen. Denn ich verliere einfach meine Einsätze zu schnell. Bin immer die erste die gehen muss. Und immer sind die Vorzeichen die gleichen: Der Chef schleicht zu viel in meiner Nähe herum und beobachtet mich oder steht plötzlich hinter mir, was ich erst garnicht merke. Und es passiert auch nicht selten, dass ich von der Toilette zurückkomme und sich die ganzen Vorgesetzten um meinen Arbeitsplatz gescharrt haben und meine ARbeiten durchwühlen.


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BeitragVerfasst: 1. Nov 2011, 17:50 
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Wieder muss ich an diese Maria denken. WEnn wir uns in der Stadt begegnen würden, oder wo auch immer, sie würde mich nicht wiedererkennen. Oder sogar garnicht erst an mich erinnern. Und ich glaube auch, dass man mit 30 anders aussieht als wie mit 13.

Aber verrückt ist es schon. Anfang 1999 habe ich von jemanden gehört, der sie in Mönchengladbach gesehen haben wollte. Aber das war dann auch schon alles an Informationen.
Und dass ich jetzt so plötzlich an sie denken muss hat damit zu tun, dass ich im Internet alte gemeinsame Bekannte wiedergetroffen hatte, die mich und Maria eben kannten. Und niemand hat eine Ahnung...


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BeitragVerfasst: 18. Nov 2011, 20:19 
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Die letzten Wochen waren schön. Ich kann mich wirklich nicht beklagen. Meine Arbeit macht mir sehr großen Spaß. Ich bin gerne in der Firma und mache auch gerne Überstunden.

Aber einige Dinge müssen sich in meinem Leben ändern, es geht nicht anders und genau daran sitze ich gerade. Ich muss eine neue Bleibe haben. Auch einen neuen Job muss ich auf kurz oder lang suchen.

Meine Rückkehr zu Pro Work war nicht immer leicht. Im Gegenteil. Oft war es sogar ziemlich hart. Ich wollte wieder zurück, deshalb kann es gut sein, dass ich einige Abstriche in Kauf genommen habe.
Seit März geht es besser, trotzdem ist für 2012 eine neue Jobsuche geplant. Auf lange Sicht muss ich da raus. Und vielleicht wirklich in eine andere Stadt gehen.

Was wäre ohne meine Depressionen? Wenn ich sie nicht gehabt hätte, als sich die Weichen für mein Leben neu stellten? Der Sommer 2004 war nämlich der Sommer der Entscheidung, wie es in meinem Berufsleben weitergeht. Jedoch hatte ich schon ab April 2004 starke Depressionen bekommen. Im August musste ich deshalb in die Klinik und verpasste den Anschluss. Erst im Mai 2006 fing ich mich wieder, es ging aufwärts. Es war das Aufatmen, nach 2 verschenkten Jahren.
Und tatsächlich kann ich sagen, dass ich in diesen beiden Jahren nur existiert habe, nicht gelebt. Das Leben zog draußen an mir vorbei. Ich verpasste Dinge, die gleichaltrige Frauen erlebten.
Aber ich habe aus den Fehlern, die ich damals gemacht habe, gelernt.

Anfang 2005 z. B. habe ich mich an etwas festgeklammert, dass mich heruntergezogen hat. Ich war von einem Menschen abhänging, der mir nicht gut getan hat. Und ich brachte diese Trennung einfach nicht fertig. Weil es in dieser tristen Zeit als vermeintlicher Lichtblick schien.


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BeitragVerfasst: 18. Nov 2011, 20:40 
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Was machen Frauen, so mit 23 Jahren? Sie reisen, sie fliegen mit ihrem Freund nach Paris, sie arbeiten in Büros, sie liegen auf der Entbindungsstation, sie versorgen Kind und Ehemann. Und eben dies taten meine ehemaligen Schulkameradinnen, während ich daheim hockte, in den Tag hineinlebte und an manchen Tagen so lethargisch war, dass ich nicht aus dem Bett konnte.
Und mich eigentlich schon ab Oktober 2004 an einen Menschen klammerte, der mich herunter zog. Dieses zog sich gut bis Mai 2005 und es hat mir ganz schönen Ärger eingebracht.

Ich will nicht näher eingehen, es war eine unglückliche Liebe. An die habe ich mich zu sehr geklammert und der Gedanke an Trennung schien mir unerträglich. Es zog mich herunter, behinderte mein berufliches Vorankommen. Ich verbrachte viele Tage mit endlosem Warten, manchmal gar Wochen. Der Gedanke, mich zu distanzieren, löste Panikanfälle in mir aus. Ich war schon erschrocken über mich selbst und dachte "Hilfe, so kenne ich mich nicht, wo sind meine Prinzipien hin?"

Diese Liebe war einseitig und zog mich herunter. Brachte mir auch weitere Probleme ein.

Und genau das wird mir nicht mehr passieren. Ich bin froh, dass diese schlimme Zeit vorbei ist. Ich habe daraus gelernt.
Ein Mensch, der nicht gut zu mir ist, ist es nicht wert, dass ich deshalb mein berufliches Vorankommen gefährde.


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BeitragVerfasst: 18. Nov 2011, 20:47 
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Betrachte ich das so aus der Distanz und würde ich eine andere Frau in diesem Fall beobachten, würde ich ihr ganz klar raten: Mache einen Schnitt, meide diese Person und pack dein Leben an! Da draußen wartet das Leben. Raus aus der Wohnung und hinaus in die große Welt.

Ich habe jetzt auch einige Probleme, mit unter auch welche, die mich ganz schön fertig machen. Aber ich plane, wie ich sie löse. Einige werden etwas länger dauern und schwierig werden.


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BeitragVerfasst: 5. Dez 2011, 23:24 
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Heute habe ich erfahren, dass bei Pro Work wohl wieder STellen gestrichen werden. Und es ist eine eigenartige Stimmung auf der Arbeit. Ich fühle, dass gegen mich und ein paar andere etwas am laufen ist.

Und seit drei Wochen läuft es nicht mehr so gut. Laufend kriege ich wegen irgendwas Anschiss. So macht es eh keinen Spaß mehr.
Und alles kommt mir doch so bekannt vor, von vor drei Jahren. Da war auch vor WEihnachten keine ARbeit mehr da und auch für den Anfang von 2009.

Ich möchte so gerne umziehen. Muss es auf DAuer auch. Ich möchte Reisen machen.
Aber vielleicht ist es gut so, dass ich noch keine Wohnung gefunden habe. Vielleicht kann ich in einer anderen Stadt etwas finden.


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BeitragVerfasst: 5. Dez 2011, 23:34 
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Maria ist spurlos verschwunden. Schon seltsam. Wenn ich im Oktober 1994 noch gedacht habe, wir sehen uns bestimmt bald irgendwo wieder, so musste ich die Hoffnung irgendwann aufgeben. Ich suchte 1998 lange Zeit nach ihr. Erfuhr Anfang 1999, dass man Maria in Mönchengladbach gesehen hatte. Das war auch alles. Ansonsten weiß keiner von unseren gemeinsamen Bekannten, wo sie abgeblieben ist.
Mag sein, dass sie hier in MG wohnt, oder Italien. Könnte auch Nordsee oder Alpen sein.

Und meine Jobangst. Ich wollte Anfang 2012 eh nach einem neuen Job suchen. Es muss auch ohne Pro Work gehen. Und auf Dauer muss ich da heraus.

Und sonst so. Vor über einem Jahr habe ich Mike kennengelernt. Er war verliebt in mich. Ich fand ihn ganz süß. Aber es gab verschiedene Gründe, warum die Verliebtheit nicht erwidern konnte. Wir sehen uns noch regelmäßig. Aber aus verschiedenen Gründen kann ich eh noch keine Beziehung allgemein eingehen.


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BeitragVerfasst: 13. Feb 2012, 13:48 
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Wieder ist vieles passiert. Die nächste Krise ist da.

Bin zwar noch bei Pro Work. Aber ich bin zerstritten mit denen. Es sind unschöne Sachen passiert. Ob sich dieser entstandene Riss nocheinmal kitten lässt? Ansonsten ist nur noch eine Trennung möglich.

Obwohl wir uns nun schon seit Mai 2006 kennen, wird unser Verhältnis immer schlechter. Während neue Kolleginnen kommen, die sofort bevorzugt werden, auch noch mehr Lohn kriegen und die besseren Einsätze, darf ich die schmutzigsten Arbeiten machen und werde immer wieder gefragt, ob ich Fahrdienst machen kann. Und das ohne Aufwandsentschädigung.

Seit drei Wochen ist unser Verhältnis noch schlechter geworden. Da war einmal ein Einsatz zu ende und ich habe deshalb am nächsten Tag totalen Anschiss gekriegt, obwohl ich nichts dafür konnte.
Ich war in einer Fabrik und musste Material verarbeiten. Kurz und gut. Aber dann war halt keines mehr da und wir wurden nachhause geschickt. Am nächsten Tag geht das Handy und mir kommt ohne Vorwarnung die reinste Galle entgegen.

Ich weiß nicht, ob noch was zu retten ist. Oder ob wir uns am besten trennen.

Vor einem Jahr ging es mir verhältnismäßig gut. Ich hatte meinen Urlaub gebucht. Dann kam ein Anruf, es sei ein guter Einsatz in der Elektronik für mich frei.

Nun kommt kein Anruf. Jedenfalls nicht bei mir. Ich muss momentan die dreckigste Lagerarbeit machen. Während die anderen Kolleginnen, die mit mir da waren alle einen Anruf bekommen haben, etwas anderes sei frei, blieb mein Handy stumm.
Und auch jetzt. Ich habe noch Hoffnungen. Gucke fast jede halbe Stunde auf das Handy.

Jetzt haben wir den 13. Vielleicht kriege ich ja noch vor dem 15. meine Papiere. Es wäre echt das beste. Momentan. Ich kann einfach nicht mehr.

Das ganze Wochenende war kaputt. Ich war mit paar Freunden in Köln bei einem Seminar für chinesische Meditation. Aber ich war so fertig, dass ich laufend irgendwas fallen ließ, ständig meine Tasche vergessen habe und beim Mittagessen mit dem Ärmel eine Soßenschüssel vom Tisch gefegt habe.
Ich bin froh, dass Mike nicht dabei war, aber der wird das sicher noch erfahren, wie linkisch ist war.
Ich fürchte, meine Freunde werden sich jetzt auch noch von mir zurückziehen, sich für mich schämen.

Und zu Pro Work sage ich einfach, dass jeder eben die richtige Tätigkeit kriegt. Meinem fetten Hintern tut die Lagerarbeit eben gut.


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BeitragVerfasst: 13. Dez 2012, 16:21 
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Es ist wieder viel passiert. Ich bin wieder arbeitslos. Zwischen Pro Work und mir ist es zum entgültigen Bruch gekommen. Unser Verhältnis hatte einfach zu viele Risse, die irgendwann nicht mehr zu kitten waren. Andere haben die Gehaltserhöhungen eingesteckt, für die ich mich krumm gelegt hatte. Andere wurden auch mit Einsätzen bevorzugt.

Immerhin, erst kam ein spannender Sommer. Ich durfte Nobby persönlich kennenlernen. Nach 15 Jahren sah ich ihn wieder und tatsächlich kamen wir uns im Sommer näher und haben auch jetzt noch hin und wieder zusammen zu tun. Aber genau das ist mit ihm nicht immer leicht. Er ist launisch, und wenn er einen schlechten Tag hat, ist mit ihm nicht gut Kirschen essen.

Es ging im Spätsommer los, dass Pro Work wieder keine Arbeit hatten. Und da wars dann so weit. Sie warfen mich raus.


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